Junges Theater

Spielzeit 2016 / 2017

 

Identitätssuche, Behinderung, Magersucht, Cybermobbing, Radikalismus, Einwanderungsgesellschaft, Nationalsozialismus ... Diese Schlagwörter schon könnten einen erschlagen. Dabei ließen sich sicherlich noch mehr finden, wollte man die sieben Produktionen, die für die Reihe „Junges Theater 2016 / 2017“ ausgewählt wurden, etikettieren und in Schubladen stecken. Was jedoch sagt das über die Stücke, die Inszenierungen, die Vorstellungen für das junge Publikum?

 

Es ist erstaunlich, welche Bandbreite an virulenten Themen die Theater angehen. Noch erstaunlicher aber ist, wie sie es tun. Die Verbindung von Ernsthaftigkeit und Entertainment, der geschickte Wechsel der Perspektiven, die Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart ebenso wie Klugheit, Witz und Einfühlungsvermögen zeichnen ihre Produktionen aus.

 

Neue, bereits prämierte Stücke, Ur- und Erstaufführungen von Kristo Šagor, Esther Becker, Esther Rölz und Finegan Kruckemeyer erfuhren packende Umsetzungen, andere Inszenierungen wiederum entstanden als Ensembleproduktionen. Beeindruckend sind die Vielfalt der theatralischen Mittel, das künstlerische Niveau und die Nähe zu den Jugendlichen im Publikum.