Masaa

Gibt es ein »East meets West 2.0«? Hörte sich dieser Begriff nicht so steril an, Masaa wären dafür die erste Wahl. Abseits der wohlvertrauten Klangautobahn des »Ethno-Jazz« erkundet das libanesisch-deutsche Quartett unbekannte Pfade und verwebt Abend- und Morgenland mit der Raffinesse des Wortes und der Dynamik des Jazz neu. Dafür gab`s bereits einen Creole-Preis und die Förder-RUTH des TFF Rudolstadt.


Im Zentrum von Masaa (»Abend«) steht Rabih Lahoud: Der studierte Komponist, Pianist und Sänger schöpft aus der Spannung zwischen klassischer europäischer Musik, Jazz und den Traditionen seiner Heimat Libanon. In Deutschland hat er seine Muttersprache neu entdeckt, spiegelt seine Beobachtungen, Träume und Wünsche in tiefempfundenen, poetischen Bildern. Seine leidenschaftliche Stimme trifft auf Marcus Rust, der auf seiner Trompete eine eigene Welt erschafft, genährt aus einheimischen und fremden Kulturen bis nach Indien, mal hymnisch und innig, mal geräuschhaft-expressiv. Aus dem Miteinander von Fremdem und Vertrautem zieht auch Pianist Clemens Pötzsch seinen Nährboden, der Masaas Spiel mit eigenwilligen, experimentellen Jazzvokabeln, aber auch sanglichen Linien bereichert. Demian Kappenstein begreift sein Schlagwerk als spannendes Laboratorium aus Drums, Zimbeln, Spielzeug, Plastikfolien, Kronkorken und unzähligen weiteren Utensilien.


Besetzung:
Rabih Lahoud – Gesang
Marcus Rust – Trompete
Clemens Pötzsch – Klavier
Demian Kappenstein – Schlagzeug

 

Bildrechte: Masaa