Mah-e Manouche (Der Mond der Zigeuner)

Heimat ist eine vagabundierende Fata Morgana: Die Musik von Mah-e Manouche wurzelt in vielen Ländern, spricht mit verschiedenen Zungen und ist befreit von Ideologien. Der Orient in seiner breitesten Deutung ist die Sprache, Improvisation die Grammatik, denn der Mond der Manouche leuchtet überall gleich.


Mah-e Manouche, das sind vier Suchende mit jeweils eigenen Geschichten im Gepäck, die Reisebegleiter zu dieser musikalischen Fata Morgana. Ihr Programm, ein fliegender Teppich, gewoben aus Worten und Noten. Worte, als Auflehnung gegen das Patriarchat, gegen jede Form von Diktatur, werden zum Gesang und beschreiben, was nur wahre Kunst beschreiben kann: die Suche nach Schönheit im Angesicht des Abgrundes.


Die Gesänge der Dichterin Sanaz Zaresani werden schwebend getragen durch die Musik von Sasan Azodi, verstärkt und gespiegelt durch die flirrenden Klänge von Heribert Leuchter, dessen Rufe Wüsten durchmessen, und verbunden durch die Begleitung von Koen Stegerman. Ein weiterer Suchender hat sich den Reisenden angeschlossen. Meisterperkussionist Steffen Thormählen gelingt es, seine Rhythmen mit den Melodien zu verweben und ihnen eine nie dagewesene Leichtigkeit zu geben.


Gemeinsam lassen sie eine eigene Ästhetik entstehen, eine künstlerische Welt, in welcher die Zuhörer sich wiederfinden können, um hier oder dort ihre Fata Morgana zu entdecken.


Besetzung:
Sanaz Zaresani – Gesang, Text
Sasan Azodi – Gitarre Manouche, Bouzouki,
Barbat (persisch Laute) und Kompositionen
Heribert Leuchter – Saxophon, Kompositionen
Koen Stegerman – Gitarre
Steffen Thormählen – Perkussion

 

Bildrechte: Mees Zijlker