Klare /Bektas / Ak

Das Trio Klare/Bektas/Ak veröffentlichte nach zehn Jahren Bandgeschichte seine Debüt-CD. Dies bedeutet, man hat sich Zeit gelassen – die Stücke sind gereift, kein Schnellschuss oder einer Werbekampagne geschuldet. Jan Klare (Saxophon und Flöte), Ahmet Bektas (Oud) und Fethi Ak (Perkussion) präsentieren eine Musik, die dank ihrer besonderen Besetzung atmet, schnell und reaktionsfähig und dabei rund ist. Eigenkompositionen von Bektas und Klare sowie türkische traditionelle Tänze bilden das Grundmaterial, aus dem das Trio eine ganz eigene Fusion von Jazz-, Welt- und Kunstmusik schöpft.

 

Ahmet Bektas, geboren in Zonguldak, ist ein türkischer Oudspieler. Er spielte zunächst Darbuka, bevor er über Saz und Gitarre zur Oud kam, und hier sein Spiel zu einer hochgradigen Perfektion führte. Seit 1981 lebt er in Deutschland. Er verbindet in seiner Musik orientalische Maqam-Musik mit europäischer Musik und insbesondere Jazz. Bektas arbeitete u. a. mit Musikern wie Rafael Cortes, Christoph Haberer und Achim Jaroschek, dem Ruhrgebietsorchester Supernova sowie den Gruppen Radio Ethiopia, Lamebora, Karibuni (Deutscher Schallplattenpreis) und Tan zusammen.

 

Fethi Ak, in Deutschland geboren, begann schon als Kind, auf türkischen Hochzeiten zu spielen, und gehört heute zu den virtuosesten Darbukaspielern in Deutschland. Er ist in der türkischen Musikszene ein sehr gefragter Studiomusiker und spielt beim Betin Günes Ensemble (Zeitgenössische Musik), sowie u. a. mit Araname (Anatolian Jazz Band), Ertugrul Coruk Trio und Mediterranean Brass Band (Balkan Musik).

 

Jan Klare arbeitete mit einigen der wichtigsten Improvisatoren der europäischen Szene. Er absolvierte zahlreiche Club- und Festivalauftritte u. a. in Europa und den USA; machte CD- Produktionen u. a. mit Das Böse Ding, WDR Big Band und Die entfesselte Droste sowie Radio/TV-Produktionen bei Radio Bremen, VPRO/Niederlande, DLF, HR, WDR, EBU, NDR. Er gewann diverse Preise, darunter den ersten Preis Jazzmatch Dortmund ´94, den Jazzpodiumspreis Niedersachsen ´98/2000, den Westfalenjazz Preis 2001 und den »Mixed Media – das Verweben der Künste«, Bielefeld 2002. Er gab eine Master Class im New England Conservatory Boston, USA und ist seit 2006 Leiter des Ruhrgebietsorchesters »The Dorf« im Dortmunder domicil.

 

Bildrechte: Michael Schroeder